Behörde ermittelt elektromagnetisches Feld an Antenne | Augsburger Allgemeine

Donauwörth Er ragt 45 Meter in den Himmel und könnte eine Gefahr für Fledermäuse sein.

Die Rede ist vom Sendemast für digitalen Behördenfunk, der seit Kurzem im Donauwörther Stadtwald zwischen der Parkstadt und Hafenreut steht. Dieses Stück Forst unterliegt besonderem Naturschutz, denn hier leben 13 verschiedene Fledermausarten. Eine von ihnen, die Bechsteinfledermaus, sorgt dafür, dass der Wald unter die Habitatrichtlinie (FFH) der EU fällt und somit besonders kontrolliert werden muss.

Nun soll sichergestellt werden, dass die Säugetiere durch den Betrieb des Funkmasts nicht gestört werden. Dazu wird die Fledermauspopulation vor und nach der Inbetriebnahme der Antenne gemessen. Zunächst fand nun eine sogenannte Nullmessung der Feldstärke statt. Dazu wurde das elektromagnetische Feld um den Sendemast ermittelt, solange er noch ausgeschaltet ist.

Stefan Klein vom Staatlichen Bauamt aus Augsburg und Andreas Nier von der Firma Telent kletterten deshalb auf den Turm und maßen die Feldstärke. Wie zu erwarten, war kein elektromagnetisches Feld vorhanden.

Geräusche werden aufgenommen

In einem zweiten Schritt werden nun in mindestens 24 Nächten an verschiedenen Standorten im Wald Fledermausgeräusche aufgenommen. Eine Biologin wird dann auszählen, wie viele verschiedene Arten an den jeweiligen Stellen vorkommen.

Im kommenden Jahr, wenn der Funkmast seinen Betrieb aufgenommen hat, sollen die Untersuchungen wiederholt werden. Dann wird verglichen, ob sich die Population verändert hat. „Aber daran wollen wir eigentlich gar nicht denken“, sagte der Donauwörther Gustav Dinger von der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz. (hech)